Regionales Superfood neu entdeckt

Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen, Bohnen, Mais liegen wieder im Trend: Früher ein „Arme-Leute-Essen“, heute ein neu entdecktes Superfood. 


Welche Vorteile bieten mir Hülsenfrüchte auf meinem Teller?
Es gibt sehr viele Vorteile Hülsenfrüchte wieder öfter in den Speiseplan einzubauen. Abgesehen vom ökologischen Aspekt besitzen Hülsenfrüchte ein hochwertiges, pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe, die mich nicht zur satt machen, sondern auch lange satt halten. 
 
Laut österreichischen Ernährungsbericht essen die ÖsterreicherInnen zu viel Fleisch und Wurst.

Wären Hülsenfrüchte somit ein geeigneter Fleischersatz? 
Fleisch ist ein gesundes Lebensmittel, sofern die Menge (wie oft esse ich Fleisch?) und die Zubereitung (gebraten oder frittiert) stimmt. Die Ernährungsgesellschaften empfehlen ca. 2 - 3 x/Woche Fleisch (inkl. Wurst) zu essen, wobei die eigene Hand (Handteller, ohne Finger) als eine Portion definiert ist. Zu viel Fleisch bedeutet ein hohes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs. Hülsenfrüchte senken hingegen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes und können sogar Krebs vorbeugen. Der hohe Ballaststoffanteil, der geringere Kohlenhydratanteil und die enthaltenen Wirkstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wirken sich nicht nur positiv auf die Gesundheit aus, sondern können auch der Figur schmeicheln.
 
Hülsenfrüchte werden häufig mit Verdauungsbeschwerden in Verbindung gebracht – besser gesagt mit Blähungen. Wie kann ich Hülsenfrüchte zubereiten ohne einen Blähbauch zu riskieren?
Die Ursache für die Blähungen nach z.B. einen Bohnensalat sind schwer verdauliche Kohlenhydrate, die im Dickdarm von Bakterien zersetzt werden. In Folge dessen werden Gase frei. Grundsätzlich entscheidet die Ernährung welche und wie viele Bakterien sich im Darm ansiedeln. Somit ist eine langsame Steigerung von Hülsenfrüchten in den Gerichten sinnvoll – zum Beispiel Reis mit Erbsen oder Linsenbolognese. Die richtige Zubereitung ist auch ein wichtiges Kriterium wie gut Hülsenfrüchte verdaut werden können. Als Alternative zu getrockneten Bohnen mit langer Zubereitungszeit können Hülsenfrüchte auch in der Dose gekauft werden. Diese vorher unter fließendem Wasser abspülen, somit wird ein Teil der bereits gelösten, schwer verdaulichen Stoffe entfernt. Für eine bessere Verträglichkeit helfen auch Kümmel, Kreuzkümmel (Cumin), Majoran, Thymian, Anis oder Fenchel. 

 

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